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DIE PYRAMIDE

Die Pyramide wurde kurz vor der Einweihung der Kapelle aus den restlichen Steinen der abgebrochenen Kapelle gebaut. Sie ist ein Mahnmal für die harten Kämpfe, die 1944 auf dem Hügel stattfanden, gebaut auf Wunsch des Vereins der vieux combattants. Ihre Form erinnert an die Pyramiden Mittelamerikas, wahrscheinlich, weil sie Schauplatz von Menschenopfern waren, und den Kämpfen um den Hügel auch viele Menschen zum Opfer fielen. Wenn man ihre Stufen erklommen hat, sind ihre Stufen ein guter Platz, um bei einer Wallfahrt an einer Messe teilzunehmen.

EINE URSPRÜNGLICHE BAUFORM

Viele Besucher wundern sich über dieses abstrakte und zeitlose Bauwerk am Nord-Ost-Rand des Plateaus. Auf der Pyramide mit 8 leicht verschobenen Stufen, die über zwei Treppen zugänglich sind, hat man eine gute Aussicht auf das Plateau und den Aussenchor der Kapelle. Bei den Wallfahrten und Messen am Aussenchor lassen sich viele Gläubige dort nieder, um an den Gottesdiensten teilzunehmen. Als die Bauarbeiten fast abeschlossen waren, fragte der Bauleiter, André Maisonnier, Le Corbusier, was mit dem nicht verwendeten Abbruchmaterial geschehen soll, das noch auf dem Bauplatz lag. Der Meister lehnt die Entsorgung strikt ab: dafür wird sich schon eine Verwendung finden. Wie bei den Vorgängerbauten üblich, wurde auch beim Bau der heutigen Kapelle das Baumaterial der abgebrochenen Kapelle wiederverwendet.

Der Wunsch der «anciens combattants» (Veteranen) von Ronchamp, auf dem Hügel ein Mahnmal für die harten Kämpfe von 1944 zu bauen, ermöglichte eine würdige Verwendung des geschichtsträchtigen Materials. Das Mahnmal hat eine der frühesten vom Menschen verwendete Bauform, die stabile Form, die ein Sandhaufen bildet, eine Erinnerung an Yucatan und Saqqarah. Le Corbusier vervollständigt es mit der von Maisonnier gestalteten Skulptur einer Friedenstaube auf einer Stele.

Die strenge geometrische Form auf einer quadratischen Grundfläche mit 6 Metern Kantenlänge und einer Höhe von 4,50 Metern, genau auf die Himmelsrichtungen ausgerichtet, bildet einen Bezugspunkt für die Anordnung aller Bauwerke auf dem Hügel nach dem Lauf der Sonne.

Die Sitzstufen greifen auf die ersten Skizzen des Architekten zurück: Die Ostfassade öffnete sich auf ein Plateau mit einem Umgang, der wie bei einem Amphitheater in Stufen anstieg. Diese Idee wurde schon früh zugunsten eines freien und ebenen Plateaus auf Höhe des natürlichen Geländes des Hügels aufgegeben. Die Stufenpyramide fügt sich in die Absicht Le Corbusiers ein, die Fläche vor dem Außenchor nach optischen und akustischen Aspekten anzulegen. Auch die Pyramide ist als Baudenkmal klassifiziert.

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