Die Agentur von Renzo Piano -RPBW- wurde 1981 von Renzo Piano gegründet und hat Büros in Italien (Genua), in Frankreich (Paris) und in den Vereinigten Staaten.

RPBW wird von neun Partnern geführt. Ihr Gründer ist der Architekt Renzo Piano, Träger des Pritzker-Preises.
Das Büro (« cabinet ») beschäftigt etwa 130 ständige Mitarbeiter als Architekten, sowie 30 Mitarbeiter verschiedener Fachgebiete, wie vor allem Spezialisten für 3D Visualisierung, Modelisten, Archivare , Verwaltungspersonal und Sekretäre.

RPBW hat weltweit mehr als 140 Projekte erstellt und erfolgreich verwirklicht.

renzo piano

Gênes (Italie), 1937.

Er stammt aus einer Baumeisterfamilie und hat immer größten Wert auf Materialien und Konstruktionsverfahren gelegt.

Seiner Ansicht nach erfordert die Arbeit eines Architekten einen langen Prozess der Reifung, von der Konzeption an bis zum Abschluss der Bauarbeiten.

Er stammt aus einer Baumeisterfamilie und hat immer größten Wert auf Materialien und Konstruktionsverfahren gelegt.
Seiner Ansicht nach erfordert die Arbeit eines Architekten einen langen Prozess der Reifung, von der Konzeption an bis zum Abschluss der Bauarbeiten.

« Der Reichtum eines Raums rührt nicht daher, ihn zu begrenzen durch Mauern und Decken, sondern daher, dass man ihn mit Hilfe immaterieller Elemente wie Licht, Farben und der Vegetation herausarbeitet…. »

Renzo Piano,  1968 

DIE ARCHITEKTUR VON RENZO PIANO

Renzo Piano sieht sich in der Rolle eines Hörenden, im ständigen Dialog mit dem Gelände und dem Auftraggeber.

Mit seiner bescheidenen und offenen Art hat er es verstanden, das Vertrauen von Institutionen und den größten Mäzenen zu gewinnen. Sein Gespür für Details verleiht seinen Werken eine einwandfreie Perfektion.

Im Gegensatz zu Le Corbusier verwendet er grundsätzlich Stahl und Glas als Materialien, versteht sich aber auf die Anpassung an den Ort und an den Auftrag – wie in Ronchamp, wo alles aus Beton gebaut ist.

1981 gründet er die Arbeitsgruppe « Renzo Piano Building Workshop » , der 14 Architekten unter seinem eigenen Vorsitz angehören. Mit ihnen hat er seither alle seine Projekte verwirklicht. Seine Stiftung (2004) dient dem Zweck, neue Talente zu entdecken, die Forschung zur Architektur voranzubringen und junge Architekten mit Förderstipendien zu unterstützen.
In der Welt der Kunst ist er als herausragende Persönlichkeit anerkannt, er ist mit vielen Preisen und Auszeichnungen geehrt worden (Pritzker Preis, Senator der italienischen Republik

EINIGE WERKE VON RENZO PIANO

CENTRE GEORGES POMPIDOU, PARIS, FRANKREICH, 1977

CITE INTERNATIONALE, LYON, FRANCE, 1996

FODIE STIFTUNG BEYELER, BASEL, SCHWEIZ, 1997

HAUS HERMES, TOKYO, JAPAN, 2001

PALAIS DE JUSTICE, PARIS, 2012

CENTRE POMPIDOU,

PARIS, FRANKREICH, 1977

Das Projekt entstand 1969 unter der damaligen Präsidentschaft von Georges Pompidou.
Ein internationaler Wettbewerb wurde vom französischen Kulturminister 1971 ausgelobt, den Renzo Piano zusammen mit Richard Rogers gewann.

Di gesamte Konstruktion des 10-stöckigen Gebäudes mit 5 Niveaus besteht aus Stahl. Gewaltige Stahlträger (48 Meter) umfassen die ganze Breite des Gebäudes. Sie ruhen auf Säulen, die an jedem Ende durch eine « gerberette » aus Stahlguss gebündelt sind.

Bei diesem massiven Ensemble sind alle Baukomponenten sichtbar und erübrigen Stützen im Inneren, wodurch ungeheuer große offene Räume entstehen.

Trotz allgemeiner Widerstände gegen das Projekt hat das Publikum das « Centre Pompidou » schnell angenommen. Seit der Eröffnung 1977 gab es über 150 Millionen Besucher.

Diese außergewöhnliche Popularität erforderte eine zeitweilige Schließung, um die öffentlichen Räume zu renovieren und zu vergrößern.

Im Jahre 2000 wurde das « Centre Pompidou » wieder eröffnet.

WHITNEY MUSEUM,

NEW-YORK, VEREINIGTE STAATEN , 2015

2015 wurde das neue Whitney Museum of American Art eröffnet , und es erweiterte beträchtlich die Ausstellungs- sowie die Programmierungsfläche des früheren Whitney und ermöglichte dadurch einen kompletten Überblick quer durch die wachsende Sammlung des Museums, die heute mehr als 19000 Werke der modernen und zeitgenössischen Kunst Amerikas umfasst.

Mit Metall-Paneelen in blassem Blaugrau bekleidet zeigt das achtstöckige Gebäude kraftvolle Asymmetrie.

Heute besteht das Museum aus einer Galerie für Dauerausstellungen, einem Theater, einer Bibliothek, einem Zentrum für Instandhaltung, einem Raum für Büros und einem Lesesaal.

Das neue Whitney wurde am 1. Mai 2015 eröffnet.

DIE STIFTUNG BEYELER,

BASEL, SCHWEIZ, 1997

Das Museum der Beyeler Stiftung wurde ins Leben gerufen, als der Mäzen und Kunstsammler Ernst Beyeler beschloss, seine außergewöhnliche Kunstsammlung mit der Öffentlichkeit zu teilen. Es wurde in dem Park der Villa Berower erbaut, die aus dem 18. Jahrhundert stammt und neben den Büros des Museums auch ein Restaurant beherbergt.

Beyelers Wunsch war es, die Kunst ganz und gar im natürlichen Licht erscheinen zu lassen. Das Museum sollte im Grün der Umgebung geborgen sein.

Das Museumsgebäude ist errichtet auf einem langen ebenen Grundstück, auf dem vereinzelt Jahrhunderte alte Bäume stehen ; gesäumt von einem Weg am Rand im Osten und im Westen von bebauten Feldern , die sich über das gesamte Tal erstrecken.

Das Museum zeigt einen strengen Grundriss mit vier gleichlangen Grundmauern, die in Nord-Süd-Richtung verlaufen, entlang der Ringmauer. Die Mauern – 127Meter lang und 4,8 Meter hoch – bestehen aus Stahlbeton, der von rotem Porphyrstein gekrönt ist, der in Patagonien gewonnen wurde ; seine Struktur und seine Farbe erinnern an den Stein, aus dem das Baseler Münster errichtet ist.

Der Querteil ist wesentlich dynamischer : Die Mauern sind von unterschiedlicher Höhe, deren höchste erstreckt sich im Osten und scheint den Besucher in Richtung auf den Eingang zu weisen. Das Museum folgt dem natürlichen Verlauf des Terrains und die Verglasung scheint auf den soliden Grund der Mauern zu schweben.

Die Innenräume des Museums werden durch vier querlaufende Wände gegliedert , und im Norden und im Süden sind die Schauräume begrenzt von Glasfronten von 6,8 Meter Breite und 5 Meter Höhe.

Diese Fensterfronten verbinden Innen mit Außen , und so treten die Kunstwerke mit der äußeren Landschaft in einen Dialog.

Auf der Westseite sind die intimen Räume des Museums von einem langen Wintergarten flankiert, ringsum aus Glas : Ein Raum der Ruhe und der Kontemplation.

HAUS HERMES,

TOKYO, JAPAN, 2001

Das berühmte französische Modehaus Hermes hat im Jahr 1998 Renzo Piano mit dem Entwurf eines Gebäudes für ihren japanischen Sitz beauftragt.

Im Herzen des Geschäftsviertels von Ginza gelegen, ist es dicht konstruiert und neon-beleuchtet und entspricht genau den Vorschriften zum Schutz vor Erdbeben oder Bränden :

Die Fassade besteht ganz und gar aus Glasziegeln. Im Inneren gibt es eine Boutique , Büros, eine Ausstellungsfläche und einen Metro-Zugang unter der Avenue Harumi.

Das schmale Gebäude von nur 10 Meter Breite an der Harumi-Straße  zieht sich über 56 Meter Länge in eine ruhige Seitenstraße hin und hat 10 Stockwerke. Die Fassade ist zur Gänze zusammengesetzt aus 13000 Glasblöcken von 450 Millimeter  im Quadrat. (an den Ecken des Gebäudes sind die Glasziegel gewölbt und noch kleiner).

Da ihre Größe die Standardmaße von Glasziegeln weit übertrifft, mussten sie speziell von der Firma Vetroarredo in Florenz in Italien angefertigt werden, und den Ansprüchen an Brand-und Erdbebensicherheit entsprechen.

Ihre Herstellung in Gussglas macht sie mehr durchscheinend  als durchsichtig , so erinnert die gesamte Fassade ein wenig an eine moderne Version eines  traditionellen japanischern Wandschirms.

DIE BRÜCKE SANKT-GEORG,

GÊNES, ITALIEN, 2020

Die neue Brücke über der Polcevera bildet eine wichtige Verbindung für Verkehr und Transport in Genua, in Ligurien, und in ganz Italien.

Infolge des Zusammenbruchs der Morandi-Brücke am 14. August 2018 erweist sich ihr sofortiger Wiederaufbau als Beispiel für die Erneuerung und Anpassung italienischer Infrastrukturen , die hohe Anforderungen in sozialer, wirtschaftlicher und strategischer Hinsicht haben.

Das neue Viadukt, das das Wohngebiet des Val Polcevera überquert, trägt den Charakter einer « Städtischen Brücke ». Dies war die Hauptbedingung für den Entwurf und garantiert somit , dass sie nicht nur mit der Infrastruktur im Einklang steht, sondern auch insgesamt mit ihrer Umgebung.

Die neue Brücke ruht auf dem Boden mit schlanken elliptisch geformten Säulen von 4m bis 9,5 m aus Stahlbeton.

DIE ANDEREN ARCHITEKTEN DES « HÜGELS »

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