Instandsetzung eines UNESCO Weltkulturerbes
Jedes Gebäude braucht regelmässige, auf seine Bauweise abgestimmte Unterhaltsarbeiten. Bei der Kapelle Notre-Dame du Haut zeigen sich Schäden, die für Betonbauwerke ihres Alters typisch sind. Die denkmalgerechte Instandsetzung der Kapelle erfordert darüber hinaus die Berücksichtigung einiger baulicher Besonderheiten.
Schäden am Sichtbeton
Wegen zu geringer Betonüberdeckung ist stellenweise die Bewehrung oxidiert. Durch die Oxidation vergrößert sich das Volumen des Stahls. Dadurch platzt an diesen Stellen im Lauf der Zeit die Betonoberfläche ab.
Risse in den Wänden
Im Mauerwerk sind wegen fehlender Stahlbetongurte und mangelhafter Verzahnung Risse aufgetreten. Auch die Südfassade weist zahlreiche Risse auf. Sie besteht aus zwei dünnen Spritzbetonschalen auf einem Stahlbetonskelett – damals eine fortschrittliche, aber auch experimentelle Technik. Für eine dauerhafte Sanierung ist die genaue Kenntnis des Langzeitverhaltens der Konstruktion und der von großen Temperaturunterschieden hervorgerufenen Spannungen in der äußeren Schale wichtig.
Alle Abdichtungen bedürfen einer ständigen Wartung. Insbesondere die Fugen zwischen verschiedenen Flächen oder Materialien sind einer besonders großen Beanspruchung ausgesetzt.
Auch die Verglasung ist einer starken Beanspruchung ausgesetzt. Schäden
entstehen einerseits durch die Vielfalt der Glasstärken, Scheibengrößen und -farben und verschiedene Techniken der Glasmalerei, andrerseits durch äußere Einflüsse wie Witterung, Unfälle und Vandalismus.
Die Fassaden wurden bis 1995 regelmäßig neu gestrichen, wodurch eine dicke Farbschicht entstand. Diese soll nun entfernt werden, um die matte Oberfläche des ursprünglichen Anstrichs mit Kalkfarbe wiederherzustellen.


Restaurierungsprogramm ?
Die betroffenen Gebäude
Das Restaurierungsprogramm gliedert sich in fünf Abschnitte: Ein festgelegter und mehrere optionale Abschnitte.
Bereits zwölf Jahre nach ihrem Bau wurde die Kapelle am 8. November 1967 zum Baudenkmal erklärt, das Pilgerhaus und das Haus des Kaplans am 11. Juli 2004.
Eine im Juli 2011 durchgeführte Studie hat die Berechnung der Restaurierungskosten für die drei Gebäude ermöglicht. Im Januar 2015 wurde eine Reihe von Versuchen mit verschiedenen Verfahren zum Entfernen der Anstriche früherer Renovierungen, zur Sanierung der Risse sowie der Restaurierung der Fenster durchgeführt, um die geeignetste Technik auswählen zu können.
Das Restaurierungsprogramm gliedert sich in fünf Abschnitte: Ein festgelegter und mehrere optionale Abschnitte.
Der festgelegte Abschnitt
Bis September 2022
Im ersten Bauabschnitt werden hauptsächlich die Südfassade und die Unterseite des Dachs restauriert. Die Arbeiten beginnen mit einer genauen Bauaufnahme der Kapelle und einem präzisen Aufmass aller Risse. Auf der Grundlage der Ergebnisse der seit 2015 durchgeführten Versuche wird das Restaurierungsverfahren festgelegt.
Danach wird die oxidierte Bewehrung behandelt. Die Risse werden abgedichtet und mit Mörtel verschlossen. Abschliessend wird die Fassade aufgearbeitet, um die ursprüngliche Oberflächenstruktur möglichst genau wiederherzustellen.
Gleichzeitig werden am Pilgerhaus und dem Haus des Kaplans konservierende Maßnahmen ausgeführt, um sie bis zu ihrer Restaurierung zu schützen.
Optionaler Abschnitt 1
September bis November 2022
Restaurierung der Westfassaden.
Optionaler Abschnitt 2
Oktober bis Dezember 2022 und März 2023
Restaurierung der Nordfassade und der nördlichen Türme.
Optionaler Abschnitt 3
März bis August 2023
Restaurierung der Ostfassade der Kapelle.
Optionaler Abschnitt 4
August bis Dezember 2023
Restaurierung der Fassade des Südwestturms der Kapelle.
Optionaler Abschnitt 4
Januar bis Juli 2024
Restaurierung des Innerenraums der Kapelle.
Optionaler Abschnitt 5
Ab Juli 2024
Restaurierung des Pilgerhauses und des Hauses des Kaplans.
DIE KAPELLE WÄHREND DER BAUARBEITEN BESUCHEN ?
JA! Die Besucher können weiterhin auf dem Hügel spazieren gehen und die
Gebäude während der gesamten Dauer der Baustelle besichtigen. Führungen
durch die Baustelle und Zeit für den Austausch mit den Restauratoren werden
regelmäßig geplant. Vollständiges Programm auf der Website.





Contact Mécénat
ASSOCIATION ŒUVRE NOTRE-DAME DU HAUT
Jean MEMBRE
13 rue de la chapelle 70250 RONCHAMP
06 08 67 53 83
03 84 20 65 13
Finanzierung der Restaurierungsarbeiten
Angesichts der grossen denkmalpflegerischen Bedeutung der Gebäude wurde 2017 ein Lenkungsausschuss gebildet, in dem unter der
Federführung des Präfekten des Départements Haute-Saône alle betroffenen Partner und Behörden die auszuführenden Arbeiten und die Finanzierung festlegen. Seitens der öffentlichen Hand sind die Denkmalschutzbehörden einbezogen. Alle
Beteiligten sind sich der Bedeutung dieses Baudenkmals bewusst und unterstützen die Restaurierungsarbeiten, die seinen Fortbestand sicherstellen.
Der französische Staat, Region und Département tragen ausnahmsweise 90% der Kosten der Restaurierung.
Die Direction régionale des affaires culturelles (DRAC) finanziert 50% der Kosten.
Die Region Bourgogne-Franche-Comté und das Département Haute-Saône übernehmen jeweils 20%.
Der Verein AONDH als Eigentümer der Gebäude trägt 10% der Kosten.
Die Kosten der Restaurierung werden auf 2,3 Millionen Euro veranschlagt.
Der Anteil des Vereins beläuft sich damit auf 230 000 Euro.
Die großen Förderer
CGPA
Die Versicherungsgesellschaft CPGA setzt sich für den Schutz und die Wertschätzung des kulturellen Erbes ein. Sie stellte der Association Œuvre Notre-Dame du Haut im Jahr 2017 für die Restaurierung der Südfassade 30 000 Euro zur Verfügung.
Die Bank Crédit Agricole
Die Bank «Crédit Agricole de Franche-Comté» und die Stiftung «Fondation du Crédit Agricole – Pays de France» fördern Aktionen zur Bewahrung des kulturellen Erbes und der Stärkung des wirtschaftlichen und sozialen Lebens in allen Regionen Frankreichs. Zu diesem Zweck haben sie im Jahr 2020 beschlossen, der AONDH eine Schenkung in Höhe von 50 000 Euro zukommen zu lassen, von der die Hälfte für die Restaurierungsarbeiten bestimmt ist.
Weitere Spender
Viele Unternehmen und Privatpersonen unterstützen seit Jahren die AONDH. Dadurch können Investitionen und Projekte realisiert werden, die für die Lebendigkeit des Hügels wichtig sind. Zu den Unternehmen gehören Vétoquinol, Lisi, Grande Distillerie Peureux, Cristel, Centre Leclerc de Lure, Pépinières Guillaume, Hommes & Méthodes, Velleminfroy und Medi Service.
Werden Sie Spender oder Förderer ?
Der von der AONDH zu tragende Teil der Kosten überstiegt die regelmässigen Einnahmen des Vereins deutlich. Um das für die Restaurierungs-
arbeiten nötige Geld aufzubringen, unterstützt die Fondation du Patrimoine die AONDH mit Spendenaktionen.
Schon seit 2016 begleitet die Fondation du Patrimoine die AONDH mit Spendenaktionen für Privatpersonen und Firmen. Zunächst ging es dabei um die Finanzierung der vorbereitenden Arbeiten, nun wurde die Spendenaktion für den ersten Bauabschnitt gestartet.
Wir freuen uns auf Ihre Spende
– über die Fondation du Patrimoine :
Im Internet :
www.fondation-patrimoine.org/43707
Per Scheck :
Empfänger : Fondation du Patrimoine – chapelle
de Ronchamp
Adresse : Fondation du Patrimoine 14, rue Violet
25000 Besançon
– direkt an die AONDH:
Per Scheck :
Empfänger : AONDH
13, rue de la chapelle, 70250 Ronchamp
Per Überweisung :
IBAN FR 34 3000 2072 3100 0011 7244 G92 Code BIC : CRLYFRPP
Im Internet :
Cliquez ici
Les dons ouvrent droit à un reçu fiscal.




Websérie
2021 - 2024, la chapelle en chantier
Episode 1 : le béton, c’est quoi ?
Episode 2 : la façade Sud, comment est-elle construite ?
Episode 3 : pourquoi la chapelle a t’elle besoin d’être restaurée??
Episode 4 : les différentes phases du chantier
Episode 7 : les fissures de la façade Sud
Episode 5 : les pathologies des bétons
Episode 8 : les enjeux du protocole
Episode 6 : les restaurations de la Façade Sud
Episode 9 : les enjeux du protocole