Das Kloster der Heiligen Klara

Um den spirituellen Auftrag der Stätte zu gewährleisten, hat sich die AONDH an die Klarissen von Besançon gewandt mit der Bitte, sich auf dem Hügel anzusiedeln. Die Ankunft der Schwestern in Ronchamp entspricht einer Übereinkunft zwischen einem Anliegen des Vereins (Notre-Dame du Haut“, dem Kaplan der Gemeinschaft und dem Erzbischof von Besançon , die sich alle eine kontemplative klösterliche Gemeinschaft im Umfeld der Kapelle „Notre-Dame du Haut“ wünschten. Auch die Klarissen von Besançon suchten eine andere Umgebung des Betens , die der aktuellen gesellschaftlichen Lage besser entsprechen würde.

Heute beleben die Schwestern den Ort zugleich gastfreundlich, diskret, aufnahmebereit und zeugen ganz und gar von einer tiefen Nächstenliebe. Der Orden lebt von deiner eigenen Arbeit und bereichert das liturgische Gebet zugleich in der Kapelle „Notre-Dame du Haut“ und in in dem Andachtsraum des Klosters von Renzo Piano, der jederzeit für die Öffentlichkeit zugänglich ist, , zusammen mit den Gläubigen aus der ganzen Gegend Die Nonnen empfangen Pilger aus aller Welt , die sie treffen wollen, tauschen sich mit ihnen aus oder auch beten mit ihnen, wenn sie einige Zeit im Kloster bleiben möchten auf der Suche nach Einkehr, Erneuerung, „ innerem Wiederaufbau“ und jede Art von Meditation , allein oder in Gruppen.

Seit 2011 leben nun die Schwestern in diesem von Renzo Piano entworfenen Kloster. Dieses Projekt ging hervor aus der gemeinsamen Planung und dem streng geregelten Zusammenwirken innerhalb der „Gemeinschaft der Freunde der Heiligen Colette) , der AONDH, dem Pariser Architektenbüro von Renzo Piano (Renzo Piano Building Workshop, RPBW), sowie der Ordensgemeinschaft der Klarissen.

Die Errichtung wurde zu einer künstlerischen wie technischen Herausforderung. . Für die Bauleitung zeichnete der aus dem Büro Renzo Pianos zuständige Architekt Paul Vincent . Der Bau dieses sehr originellen Klosters der „Heiligen Klara“ ist voll in den südwestlichen Hügelabhang integriert. Schlicht im Stil treten die Gebäudeteile - in Beton, Holz und Glas gehalten - aus dem Grashügel hervor und vermitteln in ihrer Ausstrahlung inneren Frieden. Licht und Natur prägen sämtliche Lebensräume.

Das Projekt und die Errichtung des Klosters der „Heiligen Klara“ wurden 2012 durch den Sonderpreis der Jury „ L’Equerre d’Argent“ ausgezeichnet.